Wenn Katzen an Tapeten kratzen
Tipps gegen scharfe Krallenspuren. Quelle: Informationsdienst Tier und Gesundheit (animal) 02.09.05
(animal) Immer wieder kommt es vor, dass Katzen ihre Krallen an Tapeten, Sesseln oder Sofas wetzen. Falls auch Ihr Stubentiger regelmäßig das Mobiliar mit dem Kratzbaum verwechselt, sollten Sie Folgendes ausprobieren:
1. Tapeten lassen sich prima mit durchsichtiger Klebefolie schützen. Die glatte Fläche verleidet Katzen den Spaß am Kratzen, da sie gern ein wenig Widerstand zwischen den Pfoten verspüren. Bevor Sie die Folie anbringen, sollten Sie allerdings an unauffälliger Stelle prüfen, ob sie sich problemlos entfernen lässt.
2. Sofakanten, Armlehnen und Ähnliches können Sie mit Alufolie umwickeln. Die derart dekorierten Möbel sind zwar nicht gerade ein ästhetisches Highlight, schützen aber wirkungsvoll die Einrichtung. Hat sich Mieze nach einiger Zeit das Kratzen abgewöhnt, können Sie die "Glanzlichter" wieder entfernen.
3. Doppelseitiges Klebeband ist ebenfalls ein probates Mittel, um kratzwütige Katzen auf Abstand zu halten.
4. Vergreift sich Ihre Mieze vor allem an Teppichen und deren Fransen, können Sie mit Düften kontern. Denn bei Zitronenduft oder Mentholgerüchen rümpfen Katzen die Nase - und lassen die guten Stücke links liegen. Doch Vorsicht: Viele ätherische Öle, so Thymian-, Zimt- und Oregano-Öle, sowie Teebaumöl sind für Samtpfoten reines Gift.
5. Schließlich können Sie versuchen, die Attraktivität des Kratzbaums zu steigern, um größeren Schaden abzuwenden. In diesem Fall arbeiten Sie mit Gerüchen, die Katzen lieben. Zum Einsatz kommen in erster Linie Baldrian und Katzenminze, die Sie über das Katzenmöbel streuen. Sie werden erstaunt sein, wie begeistert Ihr Stubenkater wieder über den Kratzbaum herfällt.
Wenn alles nichts helfen sollte, können Sie ein Kratzbrett in der Nähe der unerwünschten Stelle anbringen. Manche Katzen benötigen einfach eine weitere Kratzmöglichkeit auf ihren Wegen durch die Wohnung.
Einige Katzen vergreifen sich auch aus purer Langeweile an Tischen oder Bänken. Falls Sie den Eindruck haben, dass Ihr Stubentiger nicht ausgelastet ist, könnte eine zweite Katze für die nötige Abwechslung sorgen.
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