PETA rät angesichts der Vogelgrippe:
Machen Sie Freigänger zum Stubentiger! Quelle: PETA-Deutschland e.V 11.03.06
 » (c) Foto: Sebas Pothe | Gerlingen - Nachdem bereits drei Katzen auf Rügen tot aufgefunden und der Vogelgrippevirus H5N1 bei ihnen nachgewiesen wurde, melden sich bei der bundesweit agierenden Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) täglich zahlreiche verunsicherte Katzenhalter und bitten um Rat zur Haltung ihrer Katze. Für PETA steht fest: Katzen sind domestizierte Tiere und sie gehören ohnehin nicht unbeaufsichtigt ins Freie. H5N1 bietet einen Anlass, Katzen ans Haus zu gewöhnen. Es gäbe zahlreich Literatur darüber, wie man einer Wohnungskatze ein glückliches und erfülltes Leben bieten kann. Die Gefahr für eine Freilaufkatze lauert nach Ansicht von PETA allerdings weniger im H5N1 Virus sondern vielmehr in der Schießfreudigkeit von Jägern, den Gefahren im Straßenverkehr und vielem anderen mehr.
Die Zahl von ca. 400.000 abgeschossenen Katzen jährlich allein in Deutschland dürfte sich laut PETA durch die Vogelgrippe drastisch erhöhen, nachdem selbst der mecklenburgische Ministerpräsident Harald Ringstorff Jäger ermunterte, von ihrem Recht Gebrauch zu machen auf Katzen zu schießen, die sich weiter als 200m vom letzten Haus einer Siedlung aufhalten. Hinzu kämen noch die in Fallen gefangenen Katzen, die mittels Lockstoff ebenso von Jägern gefangen würden. Wohnungskatzen bleiben laut PETA aber auch vor weiteren Gefahren geschützt:
· vor vorsätzlicher Vergiftung
· vor Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel
· vor Hunger und Verletzung weil sie nicht mehr heimfinden
· vor Diebstahl
· vor Verkehrsunfällen,
· vor Kämpfen mit Hunden oder anderen Tieren
· vor Infektionskrankheiten durch Bakterien oder Viren
· vor Würmern, Flöhen und anderen Parasiten
· vor perversen Menschen, die Freude am Quälen von Tieren haben
"Die Zeiten sind einfach vorbei, wo Katzen gefahrlos durch Wiesen und Wälder streifen konnten. Es gibt genug Möglichkeiten, den Wohnraum, Balkon und Terrasse so zu gestalten, dass sich die Katze wohl fühlt und sich beschäftigen kann" weiß Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA.
Katzen seien von Natur aus sehr spielfreudig, es läge also nahe sich täglich mit seinem Tier zu beschäftigen. "Ob zerknülltes Zeitungspapier, Kartons, in denen sich die Katze verstecken kann oder eine Aufziehmaus. Die Hauptsache Sie beschäftigen sich mit dem Tier" so PETA. Natürlich müsse man dem Tier bei einer Umstellung einige Tage Zeit geben, die z.B. durch Bachblüten überbrückt werden könnten. Selbstverständlich in einem Katzenhaushalt seien auch Kratzmöglichkeiten, ein Fensterplatz zum Beobachten von Vögeln sowie Klettermöglichkeiten, je höher desto besser.
PETA ist mit über 1 Million Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
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