Achtung, Kippfensterkatzen kommen
Auch die Stubentiger zieht es jetzt nach draußen. Quelle: Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. 02.03.07
 » (c) Foto: Nick Bobby | Berlin/München, 14.02.2007. Bald ist Frühjahr - Zeit des
Kippfenstersyndroms der Katzen, gefürchtet von jedem Tierarzt. Wenn
die ersten lauen Tage kommen, wird erst einmal ordentlich gelüftet,
am besten man kippt gleich alle Fenster. Was viele Tierhalter nicht
bedenken: Auch die Stubentiger zieht es jetzt nach draußen. Durch den
gekippten Spalt versuchen sie, den heimatlichen vier Wänden zu
entwischen. Auf halber Strecke bleiben sie im Fensterspalt hängen und
sitzen fest. Durch die hektischen Bewegungen bei den Versuchen sich
zu befreien, rutschen die Katzen immer tiefer in den Fensterschlitz
hinein. Am Ende kommen sie weder vor noch zurück. Wohl der Katze,
deren Besitzer das Dilemma rechtzeitig bemerkt. Schon einstündiges
Festsitzen kann Folgeschäden mit sich bringen, die nicht heilbar sind.
Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V. erklärt,
warum dieses Festsitzen so gefährlich ist: "Durch die Einengung
werden die Blutgefäße abgequetscht. Es kommt zu Minderdurchblutung
der Hintergliedmassen und der Nieren mit teilweise irreversiblen
Schäden. Bei Befreiungsversuchen kann es zudem zu Frakturen der
Wirbelsäule kommen."
aktion tier e.V. weist daher Katzenbesitzer darauf hin, ihre Fenster
nie gekippt zu lassen! Für Räume wie Bad und Toilette, in denen das Lüften teilweise
unabdingbar ist, gibt es im Zoofachhandel Schutzvorrichtungen, um die
Fenster nachzurüsten und die Spalten zum Beispiel mit Netzen
abzudichten.
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