Rasseportrait: Bengalkatze
Spaß und Action Quelle: Bengalcattary von Satara 06.07.08 | Seite 1 von 2
Der Lebensraum der wilden "Bengalkatze" Prionailurus Bengalensis, oder auch
bekannt unter dem Namen asiatische Leopardkatze (ALC), reicht vom Süden
Indonesiens bis zum Himalaja. Sie bewohnen die Waldungen und Baumsteppen.
Sie jagen nachts Kleintiere und ruhen tagsüber in Baumhöhlen. Sie ist eine
der am stärksten ans Wasser gebundenen Kleinkatzen. Ihre Färbung ist
blassblau bis tigergelb mit auf dem Fell verstreuten Ring- und
Rosettenflecken. Ihre Größe entspricht unseren Hauskatzen.
Jean Mill hatte im Jahre 1963 eine ALC erworben, die es damals in
Zoofachgeschäften zu kaufen gab. Weil Jean das Gefühl hatte, dass die ALC
einsam wäre, vergesellschaftete sie die ALC mit einem Hauskater. Dieser
romantische schwarze Kater deckte diese ALC erfolgreich, obwohl das niemand
für möglich hielt. Nur hat Mutter Natur einige genetische Grenzen in ihren
Lebewesen, um eine Hybridisierung zu erschweren oder gar unmöglich zu
machen. Deshalb sind die ersten männlichen Hybriden oder kurz F1 genannt (F1
= erste Filialgeneration) steril. Leider waren sie auch genauso wild und
scheu wie die asiatische Leopardkatze.
Somit mussten immer wieder ALC mit den wesensfreundlichsten weiblichen
Nachkommen verpaart werden. Mit jeder weiteren Filialgeneration verbesserte
sich die Fertilitätsproblematik. Ab der vierten Generation wird die
Bengalkatze auch SBT (stud book traditional) genannt. Erst 1986 konnte Jean
Mill mit Millwood Penny Ante eine anhängliche und verschmuste Bengalkatze
vorstellen. Genauso wie wir sie heute bei verantwortungsvollen Züchtern
erwerben können.
Die Bengalkatze ist groß, schlank und sehr muskulös. Die Hinterbeine sind
etwas länger als die Vorderen, dadurch liegt das Becken etwas höher und
deswegen ist sie sprunggewaltiger als viele andere Rassen. Der Kopf ist
keilförmig, dekoriert mit einer breiten Schnauze mit eindrucksvollen, dicken
Schnurrhaarkissen. Der große Nasenspiegel ist leicht gewölbt und das Profil
ist gerade wie das der ALC. Die Ohren sind mittelgroß, vorzugsweise kurz mit
abgerundeten Spitzen. Auffallend sind auch ihre großen Augen.
Die Schwanzspitze muss schwarz sein. Klasse ist es, wenn der Bauch weiß oder
sehr hell ist. Bengalkatzen wiegen zwischen 3 und 5 Kilo, Kater bis zu 7
Kilo.Abweichungen nach unten oder oben sind möglich. Zu etwas ganz Besonderem gehört natürlich die Zeichnung der Bengalkatze. Die Zeichnungsvariationen reichen von spotted über rosetted bis zur marble. Die
beliebteste Art ist die Rosettenzeichnung, wie sie auch viele Wildkatzen
haben.
Der Kontrast zwischen der Grundfarbe und der Rosetten sollte sehr
deutlich sein. Je weniger vertikale Streifen die Bengal hat desto besser.
Rosetten gibt es in verschiedenen Formen und Variationen. Bengalen gibt es
in den Farben brown, snow, silver, blue und melanistic. Blue und melanistic
(schwarz) sind zur Zeit noch keine anerkannten Farben in der Tica. Brown ist
die häufigste Farbe bei Bengalen und reicht von hellem beige bis kupfern und
golden.
Eine andere Form der Zeichnung ist das Marblepattern (marmoriert). Das
Marblemuster soll willkürlich angeordnet sein und horizontal verlaufen. Wie
der Name schon sagt, soll es Marmor gleichen und keinesfalls an die
classic-tabby Zeichnung (bulls-eye) wie sie andere Rassen haben, erinnern.
Eine erstklassige Marblekatze ist der Inbegriff von Schönheit und etwas ganz
besonderes.
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