Rasseportrait: Bengalkatze
Spaß und Action Quelle: Bengalcattary von Satara 06.07.08 | Seite 2 von 2
Bengalen und ihr Wesen
Die gut sozialisierte Bengalkatze ist eine aufgeweckte und sehr gescheite
Katze. Bengalen sind sehr verschmust und immer zu einem Späßchen aufgelegt.
Diese sind natürlich schon weit von der wilden Form, der ALC (Asian Leopard
Cat), entfernt. Bengalen lieben ihre Menschen und teilen ihre Wünsche auch
durch ihr Gurren und Plappern mit. Bengalen spielen mit allem was sie
kriegen können. Sie sind sehr neugierig und finden alles interessant, egal
was es ist.
Außerdem lieben sie das Element Wasser. Sie planschen gern darin und fischen
Spielsachen aus Eimern. Es gibt sogar einige Bengalen, die baden gehen. Ein
Planschbecken im Sommer ist ein Vergnügen für eine Bengalkatze.
Viele Bengalen apportieren Spielsachen und haben ihre ware Freude daran. Eine
Bengal will beschäftigt werden, sonst verkümmert sie und es wird ihr
langweilig. Sie sind sehr temperamentvoll und tollen sehr viel herum.
Dabei sind sie sehr geschickt und ihre Bewegungen sehen sehr elegant aus. Ihre
Umgebung sollte stets neu und interessant gestaltet werden. Mal einen großen
Bogen Papier mitbringen oder eine Schachtel, im Herbst eine Schachtel voll
Laub oder sonst etwas. Da kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und
ich kann euch versichern, egal was ihr euren Bengis mitbringt, sie werden
begeistert sein.
Der Gang der Bengalkatze erinnert an einen Leoparden, fließende geräuschlose
Bewegungen sind ein paar Eindrücke. Auch ihre Gestik ist noch sehr
Wildkatzenhaft. Beim Spielen kann man sehr gut beobachten wie sie zum
Beispiel einen Buschelschwanz macht, die Ohren zurücklegt, zur
Beschwichtigung miaut usw.
Bengalen sollten nicht alleine gehalten werden und benötigen unbedingt eine
Katze als Spielkameraden. Sie spielen zwar sehr gerne mit ihrem Menschen
aber wir Zweibeiner können keinen Katzenpartner ersetzen. Bengalen sind
anspruchsvoll in der Haltung und keineswegs mit anderen Katzenrassen zu
vergleichen. Sie sind "kleine Hunde" die ihrem Besitzer auf Schritt und
Tritt folgen. Wer den ganzen Tag arbeitet, sollte sich keine Bengalkatze ins
Heim holen. Die Bengal würde unzufrieden und unglücklich werden. Wenn eine
Bengal zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, wird sie sich schnell eine
Ersatzbeschäftigung suchen, nicht immer zur Freude des Besitzers.
Leider werden Bengalen oft als Prestigeobjekt angesehen. Gekauft ist schnell
mal aber die Bedürfnisse der Schönheiten werden auf die leichte Schulter
genommen, oder außer acht gelassen. Dies wiederum schadet der Rasse. Das
Vorurteil die Bengal wäre wild und unsauber ist dann schnell gefasst, leider
und auch zum Leidwesen der Bengalen! Dabei sind Bengalen zauberhafte und
anmutige Geschöpfe, man muss sie nur verstehen und lieben.
Überlegen sie es sich gut, ob sie ihr Leben mit den etwas anspruchsvollen
Wohnzimmerleoparden teilen wollen. Wenn ihnen meine hier aufgeführten Punkte
zu Denken geben, kaufen sie sich lieber eine andere Katze.
Wer eine ruhige Katze liebt, ist mit einer Bengal falsch bedient und sollte
sich eine andere Katze aussuchen. Wer aber Spaß und "Action" haben will, der
wird seine helle Freude mit einem Wohnzimmerleoparden haben.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Bengalen sehr verschmuste, gescheite,
anspruchsvolle, verspielte, lustige und lebendige Katzen sind aber
keineswegs für "Jedermann" die ideale Rasse ist.
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